Studienabbruch 101 – Ein Guide für Abbrecher und Gefährdete

Ungefähr ein Drittel der Studenten bricht ihr Bachelorstudium ab. Von den voraussichtlich 440.000 Studienanfängern im Wintersemester 2018/19 werden wieder ungefähr 145.000 Studenten die Universität ohne Abschluss verlassen. Was sind die Gründe für einen Studienabbruch? Wie kannst du vorab dein Risiko für ein solches Szenario minimieren? Und wie kommst du als Studienabbrecher wieder auf die Beine?

Ein Studienabbruch ist oft Ausdruck einer schlechten Entscheidung. Jedoch münden längst nicht alle falschen Studienentscheidungen in ein vorzeitiges Studienende. Viele Studenten halten bis zum Abschluss durch, obwohl sie während des Studiums erkannt haben, dass ein anderer Weg besser zu ihnen gepasst hätte. Andere sind weder zufrieden noch unzufrieden mit ihrer Entscheidung („Es hätte schlechter laufen können!”).

Wir machen diese Vorbemerkungen, damit nicht der falsche Eindruck ensteht, dass jeder Uni-Absolvent automatisch eine grandiose Entscheidung getroffen hat. Ebenso würde wohl niemand behaupten, dass jede nicht geschiedene Ehe eine glückliche ist. Genau wie die Studienabbruchquote stellt die Scheidungsrate eine untere Grenze für den Anteil der Fehlentscheidungen dar.

Die typischen Gründe für einen Studienabbruch

Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung beschäftigt sich mit dem Studien(miss)erfolg von Studenten in Deutschland. 2017 wurde der Bericht „Zwischen Studienerwartungen und Studienwirklichkeit” veröffentlicht, der Daten zu den Ursachen des Studienabbruchs sowie der Entwicklung der Studienabbruchquoten an deutschen Hochschulen präsentiert.

Die Studienabbruchquoten sind insgesamt konstant hoch: In den letzten Jahren sind die Bachelor-Abbruchquoten an Universitäten leicht von 35 auf 32 Prozent gesunken, während sie an Fachhochschulen von 19 auf 27 Prozent gestiegen sind. Für den Bericht wurden mehr als 6.000 Exmatrikulierte befragt, zu denen unter anderem Absolventen und Studienabbrecher zählen. Letzteren wurden Fragen zu den Gründen ihres Studienabbruchs gestellt.1

Die folgende Graphik gibt dir einen Überblick über die unterschiedlichen Gründe für einen Studienabbruch und ihre prozentuale Häufigkeit. Die schwarzen Balken geben jeweils an, für wie viel Prozent der Befragten der jeweilige Grund eine Rolle bei ihrer Entscheidung gespielt hat. Hier waren also Mehrfachnennungen möglich. Die violetten Balken hingegen geben den Anteil der Befragten wider, für die der entsprechende Grund der hauptsächliche Auslöser für das vorzeitige Studienende war.

Abbruchgründe im Bachelorstudium2

Leistungsprobleme, mangelnde Studienmotivation und fehlende praktische Tätigkeiten spielen oft eine Rolle bei der Entscheidung und werden gleichzeitig als ausschlaggebender Faktor genannt. 28 Prozent der Studienabbrüche im Bachelorstudium sind auf Leistungsprobleme zurückzuführen, 20 Prozent der Abbrecher nennen mangelnde Motivation als Hauptgrund und für 18 Prozent spielt die fehlende praktische Tätigkeit eine entscheidende Rolle.3

Andere Gründe scheinen eher einen unterstützenden Charakter zu haben und nicht ausschlaggebend zu sein. Das betrifft vor allem die Studienbedingungen und die Studienorganisation. 65 Prozent der Befragten gaben an, dass problematische Studienbedingungen eine Rolle bei ihrer Entscheidung gespielt haben, während nur 6 Prozent diese als ausschlaggebenden Grund sehen. Gleiches gilt für die Studienorganisation: 38 Prozent störten sich am verschulten Studium oder den fehlenden Wahlmöglichkeiten, doch nur ein Prozent brach deswegen ihr Studium ab.4 Diese Ergebnisse machen intuitiv Sinn: Wer mit überfüllten Lehrveranstaltungen oder der Anonymität seiner Hochschule hadert, beschwert sich darüber vielleicht im Freundeskreis und bei der Studienadministration, aber wird deswegen nicht sein Studium abbrechen. Anders formuliert: Wer sich grundsätzlich für den richtigen Weg entschieden hat, lässt sich durch solche unangenehmen Nebeneffekten nicht aus der Bahn werfen. Eine Person hingegen, die im Studium beispielsweise merkt, dass sie überfordert ist und deshalb abbrechen möchte, wird in ihrer Entscheidung durch diese unterstützenden Faktoren bestärkt.

Ein Beispiel aus dem normalen Leben verdeutlicht den Unterschied: Du gönnst dir mit Freunden am Wochenende eine Auszeit in einer Strandbar. Ihr bestellt euch jeweils einen Drink und stellt dabei fest, dass die Preise erhöht wurden. Das stört euch gewaltig. Aber ihr nehmt es hin, weil ihr insgesamt trotzdem eine tolle Zeit habt. Zwei Stunden später ziehen dunkle Wolken auf und Dauerregen setzt ein. Die Strandparty ist damit natürlich beendet und ihr geht nach Hause. Wenn euch später jemand fragt, warum ihr nicht bis zum Abend geblieben seid, würdet ihr den Regen als entscheidenden Grund nennen. Die Preiserhöhung mag auch eine Rolle gespielt haben, aber sie allein hätte euch nicht zum Gehen bewegt. Auch wenn das Beispiel nicht perfekt ist, verdeutlicht es den Unterschied zwischen einem entscheidenden und einem unterstützenden Faktor.

Bevor wir uns überlegen, wie du einen Studienabbruch vermeiden oder dich nach einem Abbruch deines Studiums neu orientieren kannst, müssen wir zunächst die Gründe besser einordnen. Beispielsweise ist nicht jeder Studienabbruch negativ zu beurteilen: Immerhin sieben Prozent der Studienabbrecher beendeten das Studium vorzeitig, weil sich ihnen eine bessere Alternative (Arbeits- oder Studienplatz) bot. Ehrlicherweise muss man jedoch feststellen, dass dies nur die absolute Minderheit der Studienabbrüche betrifft.

Die wohl wichtigste Frage ist, welcher Anteil der Studenten ihren Abbruch hätte vermeiden können. In der obigen Illustration haben wir die Abbruchgründe deshalb in drei Kategorien eingeteilt: Konnte der Betroffene den Abbruch (a) vermeiden, (b) teilweise kontrollieren oder (c) hatte er keinerlei Kontrolle über die Entwicklungen? 82 Prozent der Studienabbrüche hätten vorab durch bessere Entscheidungen vermieden werden können, während jeweils 9 Prozent teilweise oder gar nicht durch die Betroffenen beeinflusst werden konnten.

Da diese Einteilung sicherlich nicht unumstritten ist, sollten wir zumindest erklären, wie wir dabei vorgegangen sind. Schauen wir uns exemplarisch die ersten beiden Gründe auf der Liste an: Hier brach der Student sein Studium aufgrund von zu viel Studien- und Prüfungsstoff oder zu hohen Studienanforderungen ab. Man könnte argumentieren, dass dies erst im Verlauf des Studiums erkannt wurde und der Betroffene vom Arbeitsaufwand und den Anforderungen „überrascht“ wurde. Unserer Auffassung nach kann und sollte man sich jedoch vor dem Studium davon überzeugen, dass man den Anforderungen gewachsen ist. Dazu könnte man etwa mit Studenten sprechen, sich in eine Vorlesung setzen und das Curriculum studieren. Es liegt in der Verantwortung des zukünftigen Studenten, sich über das Studium so detailliert zu informieren, dass er eine Fehlentscheidung ausschließen kann.

Einen Studienabbruch vermeiden

Die Wahrscheinlichkeit für einen vermeidbaren Studienabbruch zu minimieren entspricht dem Problem, die Wahrscheinlichkeit für eine gute Entscheidung zu maximieren: Wenn du eine gute Entscheidung getroffen hast, wirst du dein Studium auch nicht abbrechen.

Schlechte Entscheidungen können viele Ursachen haben. Wenn du typischen Fehlern aus dem Weg gehst, hast du bereits einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Bei der Entscheidung, was du nach dem Abitur machst, zählen dazu vor allem die folgenden sechs Fehler:

Viele Studienabbrecher sind mindestens über einen dieser Fehler gestolpert. Sie verließen sich auf Ratschläge anderer Personen oder zogen nie Alternativen in Betracht. Sie entschieden sich aufgrund ihres Interesses für eine Thematik und waren dann überrascht, dass andere Faktoren nicht ihren Erwartungen entsprachen (z. B. späteres Einkommen, Anforderungen im Studium, Konkurrenz um Arbeitsplätze etc.). Häufig begannen sie mit der Annahme, dass für sie ausschließlich ein Studium in Frage käme und blendeten damit bessere Alternativen von vornherein aus (z. B. eine Ausbildung oder einen direkten Arbeitsstart). Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Fehler findest du in unserem Blogpost „10 Tipps, die jeder zukünftige Student kennen sollte”.

Natürlich ist diese Liste nicht komplett. Du kannst viele andere Fehler begehen, die ebenfalls zu einem Studienabbruch führen. Deshalb musst du verstehen, wie du eine gute Entscheidung treffen kannst. Wie entwickelst du Ideen für deine Zukunft, testet diese und entscheidest dich für die beste Option? In den Blogposts „So bekommst du deine Zukunftsängste nach dem Abitur in den Griff” und „Was soll ich studieren?” haben wir diese Schritte detailliert beschrieben.

Vielleicht bist du der Meinung, dass du bereits die richtige Entscheidung getroffen hast. Du zweifelst nicht an deiner Studienwahl. In diesem Fall kann es auch nicht schaden, einen Blick auf die folgende Checkliste zu werfen, bevor du dich für das Fach deiner Wahl einschreibst. Du kannst sie in maximal fünf Minuten durcharbeiten (eine PDF-Version findest du am Ende dieses Posts). Wenn du auch nur eine Frage nicht mit „Ja!” beantworten kannst, würden wir uns an deiner Stelle genau überlegen, ob du dieses Warnsignal problemlos ignorieren kannst. Denn jeder Studienabbrecher hat sich zu Beginn mit der Absicht eingeschrieben, sein Studium erfolgreich zu beenden. 

Vor dem Studienabbruch: Zähne zusammenbeißen oder abbrechen?

Vielleicht denkst du gerade über einen Studienabbruch nach: Solltest du weiter studieren oder ein neues Kapitel aufschlagen? Diese Frage wollen wir zumindest für einen speziellen Abbrechertyp genauer analysieren: Den Studienabbrecher, der keine Leistungsprobleme hat, einen Großteil der Semester absolviert und bereits viele ECTS-Punkte gesammelt hat. Vielleicht erwägt er einen Studienabbruch aus mangelnder Motivation, dem Wunsch nach einer praktischen Tätigkeit oder einem anderen Grund.

Immerhin 27 Prozent der Studienabbrecher in Bachelorstudiengängen und 35 Prozent der Studienabbrecher an Universitäten brechen ihr Studium erst nach dem vierten Fachsemester ab.7 Zu diesem Zeitpunkt haben sie oft bereits einen Großteil der Studienleistungen erbracht. Nur noch wenige Kurse oder eine Bachelorarbeit trennen sie vom erfolgreichen Abschluss.

Viele potenzielle Abbrecher beenden ihr Studium dann doch, weil sie nicht wollen, dass ihr bisheriges Zeitinvestment „umsonst” gewesen ist. Diese Denkweise ist ein typisches Beispiel für den Denkfehler „versunkener Kosten”: Egal wie du dich in Zukunft entscheidest, du bekommst deine bereits investierte Zeit nicht zurück. Deshalb solltest du diese auch bei deiner Entscheidung ignorieren. Dich nach diesem verlorenem Investment zu richten, wäre genauso ein Denkfehler wie einen bestimmten Job anzunehmen, nur weil du dir bereits einen passenden Anzug gekauft hast.

Es gibt jedoch einen realen Grund, weshalb du in der Regel noch einmal über einen Studienabbruch nachdenken solltest, wenn dich nur noch wenig Arbeit vom Abschluss trennt: Denn ein erheblicher Teil deiner Bildungsprämie entfällt ausschließlich auf dein Abschlusszeugnis. Wissenschaftler nennen diesen Effekt den „Sheepskin-Effekt” (Diplome wurde früher auf Schafsleder gedruckt). Er besagt, dass du nach einem Studium inklusive akademischem Abschlusszeugnis ein deutlich höheres Einkommen erzielst als jemand, der die Universität kurz vor Abschluss ohne Zeugnis verlässt. Der Grund dafür ist, dass das Abschlusszeugnis ein wichtiges Signal an zukünftige Arbeitgeber sendet: Hier bewirbt sich eine intelligente, hart arbeitende Person, die problemlos die an sie gestellten Aufgaben lösen kann.

Für die USA konnte dieser Effekt in mehreren Studien nachgewiesen werden. Eine vielzitierte Studie aus dem Jahr 1996 fand heraus, dass Personen mit einem Bachelorabschluss 33 Prozent mehr verdienen als Personen, die die gleiche Schulausbildung erfahren und ein Studium angefangen, jedoch nicht abgeschlossen haben.8 Eine andere Studie aus dem Jahr 1999 schätzte den zusätzlichen Einkommenseffekt durch ein Bachelorzeugnis auf 21 Prozent.9

Wenn du von diesem Effekt nichts weißt, entscheidest du dich vielleicht fälschlicherweise für einen Studienabbruch. Eventuell dachtest du, dass sich eine Person, die zwei Jahre studiert hat, nur durch ihre zusätzlichen Kenntnisse von einer Person, die drei Jahre studiert hat, unterscheidet. Arbeitgeber scheinen das jedoch anders zu sehen: Aus ihrer Perspektive ist die erste Person jemand, der Dinge beginnt und nicht zu Ende bringt; jemand, der bei langweiligen, monotonen oder schwierigen Tätigkeiten das Handtuch wirft; jemand, der sich nicht an sozialen Normen orientiert. Jemand, der wahrscheinlich für mein Unternehmen nicht geeignet ist. Die zweite Person sendet mit einem erfolgreichen Abschluss genau das gegenteilige Signal aus.

Somit stellt sich für dich die Frage, ob du dein Studium nicht allein aufgrund dieses Signaleffekts an potenzielle Arbeitgeber, der einen Großteil des gesamten Nutzens eines Studiums ausmacht, beenden solltest. Grundsätzlich gilt: Je näher du der Vollendung deines Studiums bist, desto sinnloser wird ein Abbruch. Wenn du jedoch noch mehr als ein Jahr investieren müsstest, um deinen Abschluss zu erhalten, können die Opportunitätskosten einer anderen Alternative den zusätzlichen Nutzen deines Abschlusszeugnisses übersteigen. Dann kann sich ein Studienabbruch „lohnen”.

Der Sheepskin-Effekt und dein Studienabbruch

Wie kannst du dich als Studienabbrecher neu orientieren?

Als Studienabbrecher bist du in einer ähnlichen Situation wie ein Abiturient und doch gibt es einen wichtigen Unterschied: Du hast Monate oder sogar Jahre in ein Studium investiert, das du mittlerweile abgebrochen hast. Du hast oft das Gefühl, wertvolle Zeit verloren zu haben und den Rückstand zu deinem Abiturjahrgang und Freunden aufholen zu müssen.

Bevor du jedoch nach vorne blickst, solltest du dir dein Entscheidungsverhalten genauer anschauen und dazu die folgenden Schritte durchlaufen:

  1. Was war der Grund für den Abbruch deines Studiums?
  2. War der Studiumabbruch vermeidbar? Inwiefern hat dein Entscheidungsverhalten zum Studienabbruch geführt oder beigetragen?
  3. Wie kannst du dich beim nächsten Mal besser entscheiden?

So gehst du als Studienabbrecher vor

#1 Was war der Grund für den Abbruch deines Studiums?

In der Einleitung haben wir bereits die häufigsten Gründe für einen Studienabbruch genannt. Was waren deine Gründe? Die meisten Abbrecher können sofort auf mindestens einen entscheidenden Grund hinweisen. Oft waren sie überfordert, hatten falsche Vorstellungen vom Studium oder wurden durch einen externen Faktor (z. B. eigene Krankheit oder Krankheitsfall in der Familie) zum vorzeitigen Studienende gezwungen.

Wenn dir mehrere Gründe einfallen, solltest du zwischen den hauptsächlichen und unterstützenden Faktoren unterscheiden. Wenn dich dein Studium etwa komplett überfordert hat, war dies in der Regel ein entscheidender Grund: Du hättest das Studium wahrscheinlich nicht erfolgreich beenden können, selbst wenn du es weiter fortgeführt hättest. Das schlechte Professoren-Studenten-Verhältnis hingegen mag deinen Entschluss zusätzlich beschleunigt haben, war aber keineswegs der ausschlaggebende Faktor. Bei deiner nächsten Entscheidung möchtest du vor allem sicherstellen, dass du all diese großen Stolperfallen umgehst. 

Leider genügt es nicht, wenn du bereits begangene Fehler vermeidest. Du kannst einen Fehler vermeiden und einen anderen begehen. Du kannst über eine Pfütze springen und dabei auf einem Kaugummi landen. Deshalb ist das richtige Entscheidungsverhalten so wichtig: Es reduziert die Eintrittswahrscheinlichkeit der meisten Fehler.

#2 War der Studienabbruch vermeidbar? Inwiefern hat dein Entscheidungsverhalten zum Studienabbruch geführt oder beigetragen?

Die zweite Frage ist, ob dein Studiumabbruch vermeidbar war. Statistisch gesehen ist die Antwort darauf wahrscheinlich „Ja!”, da 82 Prozent der Studienabbrüche auf schlechte Entscheidungen zurückzuführen sind. Du hättest vor dem Beginn deines Studiums herausfinden können, dass du mit den Inhalten nicht zurechtkommst. Dazu hättest du dich nur testweise in ein paar Vorlesungen setzen oder mit Studenten deines Fachs sprechen müssen, die dir bei einem Kaffee genau erzählt hätten, ob deine Erwartungen mit der Realität übereinstimmen. 

Du denkst jetzt vielleicht, dass das schlechte Neuigkeiten sind. So würden wir es es jedoch nicht sehen. Denn im Gegensatz zu einem unvermeidbaren Studienabbruch (z. B. bedingt durch eine Krankheit) musst du nur dein Entscheidungsverhalten anpassen und kannst damit die Wahrscheinlichkeit erhöhen, in Zukunft bessere Entscheidungen zu treffen.

#3 Wie kannst du dich beim nächsten Mal besser entscheiden?

Für dich als Studienabbrecher gelten die gleichen Regeln wie für einen Abiturienten. Du kannst dich ebenso am obigen Abschnitt „einen Studienabbruch vermeiden” orientieren. Gleichzeitig hast du den Vorteil, dass eine Fehlentscheidung für dich nichts Theoretisches ist. Du hast bereits erfahren, dass man sich trotz einem guten Gefühl falsch entscheiden kann. Wenn du zusätzlich anerkennst, dass du selbst deinen Studienabbruch zu verantworten hast (Ausnahme: ein unvermeidbarer Abbruch z. B. aus gesundheitlichen Gründen), bist du vielen Studienabbrechern bereits zwei Schritte voraus. Denn sie vermeiden oft jegliche selbstkritische Analyse und begehen dann häufig denselben Fehler mehrfach.

In unserem Newsletter zeigen wir dir unter anderem, welche Fehler Abiturienten typischerweise bei ihrer Entscheidung begehen, was du bei einer Zukunftsentscheidung im 21. Jahrhundert beachten solltest und wie du gute Ideen für deine Zukunft entwickeln kannst. 

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Referenzen und Erläuterungen

  1. Heublein, U., Ebert, J., Hutzsch, C., Sören, I., König, R. und A. Woisch (2017). Zwischen Studienerwartungen und Studienwirklichkeit: Ursachen des Studienabbruchs, beruflicher Verbleib der Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher und Entwicklung der Studienabbruchquote an deutschen Hochschulen. Forum Hochschule 1 (2017). http://www.dzhw.eu/pdf/pub_fh/fh-201701.pdf (Besucht am 08.06.2018).
  1. Ibid.
  1. Ibid.
  1. Ibid.
  1. Eigene Berechnungen auf Grundlage des Berichts „Zwischen Studienerwartungen und Studienwirklichkeit”.
  1. Ibid.
  1. Heublein, U., Ebert, J., Hutzsch, C., Sören, I., König, R. und A. Woisch (2017). Zwischen Studienerwartungen und Studienwirklichkeit: Ursachen des Studienabbruchs, beruflicher Verbleib der Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher und Entwicklung der Studienabbruchquote an deutschen Hochschulen. Forum Hochschule 1 (2017). http://www.dzhw.eu/pdf/pub_fh/fh-201701.pdf (Besucht am 08.06.2018).
  1. Jaeger, D. und M. Page (1996). Degrees Matter: New Evidence on Sheepskin Effects in the Returns to Education. The Review of Economics and Statistics. 78 (4): pp. 733-740. DOI: 10.2307/2109960.
  1. Park, J. H. (1999). Estimation of Sheepskin Effects Using the Old and the New Measures of Educational Attainment in the Current Population Survey. Economics Letters. 62 (2): pp. 237-240. https://doi.org/10.1016/S0165-1765(98)00226-2.